Das Kraftwerk

Kilian Gerdes

„Moderne Physik ist für die Physiker viel zu schwer“ - David Hilbert

Wie wirken Kräfte und Balance an uns?

Überall um uns herum wird Energie übertragen: Wenn wir treten, heben oder ziehen, verrichten wir mechanische Arbeit. Die Stärke einer Kraft hängt dabei nicht nur von ihrer Größe ab, sondern auch davon, wie und wo sie wirkt. Auch unsere Körper stehen nicht einfach so stabil. Der Schwerpunkt entscheidet, ob wir das Gleichgewicht halten oder kippen. Im Gym könnt ihr diese physikalischen Prinzipien an verschiedenen Geräten testen.

1. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen?
Wenn eine Kraft einen Körper entlang eines Weges bewegt, wird mechanische Arbeit verrichtet. Es findet ein Energieübertrag statt: Energie wird von einem System auf ein anderes übertragen. Die verrichtete Arbeit entspricht der übertragenen Energie. Wird diese Energieübertragung über eine gewisse Zeit aufrechterhalten, spricht man von einer Leistung. Sie gibt an, wie schnell Energie umgesetzt wird. In vielen Alltagsprozessen – wie etwa dem Fahrradfahren – findet diese Energieumwandlung statt: Die chemische Energie deines Körpers wird durch mechanische Arbeit auf das Fahrrad übertragen, wo sie überwiegend als Wärme und teilweise als Bewegungsenergie erscheint.

2. Wer sitzt am längeren Hebel?
Wirkt eine Kraft nicht direkt am Drehpunkt, sondern in einem Abstand davon, entsteht ein Drehmoment. Es beschreibt, wie stark eine Kraft einen Körper zum Drehen bringt:
Für ein Gleichgewicht müssen sich alle Drehmomente gegenseitig aufheben: ihre Summe ist dann null. Vergrößert man den Hebelarm bei gleicher Kraft, wird das Drehmoment größer. Der Körper lässt sich dann schwerer im Gleichgewicht halten. Umgekehrt kann eine kleinere Kraft ein großes Gewicht ausgleichen, wenn ihr Hebelarm lang genug ist.

3. Die Rolle(n) zum Personal Best!
Werden Kräfte über Seile und Rollen übertragen, spricht man von einem Flaschenzug. Ein Flaschenzug verändert das Verhältnis von eingesetzter Kraft (F) und zurückgelegtem Weg: Durch geeignete Anordnung mehrerer tragender Seilstränge kann die notwendige Zugkraft verkleinert werden, dafür muss das Seil einen entsprechend längeren Weg bewegt werden. Idealerweise bleibt die verrichtete Arbeit dabei gleich. Halbiert man die notwendige Kraft, so verdoppelt sich der Weg, über den gezogen werden muss. Das bezeichnet man als mechanischen Vorteil des Flaschenzugs: Große Lasten können mit vergleichsweise kleiner Kraft gehoben werden, ohne weniger Energie aufzuwenden.

4. Alles eine Frage der Balance?
Jeder Körper hat einen Schwerpunkt. Das ist der Punkt, an dem man sich die gesamte Masse vereint denken kann. Damit ein Körper stabil steht, muss der Schwerpunkt senkrecht über der Stützfläche liegen, also über der Fläche, auf der er aufliegt. Ändert man die Körperhaltung, verschiebt sich auch der Schwerpunkt. Bei Männern liegt er meist etwas höher im Oberkörper, bei Frauen oft tiefer im Bereich der Hüfte. Beugt man sich weit nach vorne, rutscht der Schwerpunkt bei Männern schneller aus der Stützfläche heraus – sie verlieren das Gleichgewicht. Bei Frauen bleibt der Schwerpunkt länger über der Stützfläche, weshalb sie die Position oft besser halten können.

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