
Seminar Prof. Kai Bliesmer
„Ein Physiker macht einen Versuch immer drei Mal. Ein erstes Mal, um zu sehen, was passiert. Ein zweites Mal, um ihn zu verstehen. Und ein drittes Mal, weil es so schön war.“ - Klaus Weltner
Physik in der Küche – Alltag neu entdeckt
In einer ganz normalen Küche steckt viel Physik. Probiere den Tischdecken-Trick selbst aus und erfahre, wie Trägheit und Reibung das Abräumen ohne Abräumen möglich machen. In der Mikrowelle untersuchst du, warum harmlose Dinge plötzlich eskalieren können, wenn Energie ungleichmäßig übertragen wird. Mit Wasser, Ketchup und Stärke-Gemischen erkundest du, wann Flüssigkeiten sich eher fest als flüssig verhalten. Küchenexperimente zur Wärme zeigen, wie sich Hitze in Materialien ausbreitet – und wie Physik vor schmerzhaften Überraschungen schützt.
Einzelne Stationen:
1. Wie kannst du abräumen, ohne abzuräumen?
In unserer Küche probierst du den berühmten Tischdecken-Trick selbst aus. Beim Tischdeckenversuch wird sichtbar, wie Trägheit und Reibung zusammenwirken. Du spielst mit Tempo, Material und Masse und findest heraus, unter welchen Bedingungen der Trick gelingt und warum Gegenstände nicht einfach mitgerissen werden.
2. Wie bringt die Mikrowelle harmlose Dinge zur Eskalation?
Mit verschiedenen Experimenten untersuchst du, wie Mikrowellen Energie auf Materie übertragen und welche überraschenden Effekte dabei entstehen, weil sich manche Stoffe in der Mikrowelle anders verhalten als erwartet. Phänomene wie das Aufblähen von Seife oder verzögertes Sieden zeigen, dass Erwärmen nicht immer gleichmäßig und harmlos abläuft.
3. Wann ist flüssig eigentlich flüssig?
Mit Wasser, Ketchup und einem Stärke-Wasser-Gemisch erkundest du unterschiedliche Fließeigenschaften. Du beobachtest, wie manche Flüssigkeiten auf Kraft und Geschwindigkeit reagieren und warum sie sich dabei eher wie Festkörper als wie klassische Flüssigkeiten verhalten. Anfassen und Ausprobieren ist ausdrücklich erwünscht.
4. Wie bewahrt dich Physik vor heißen Überraschungen?
Hier kannst du mit verschiedenen Experimenten erkunden, wie sich Wärme in unterschiedlichen Materialien ausbreitet und welche (schmerzhaften) Folgen das haben kann. Farbwechselnde Folien, tanzende Wassertropfen und historische Methoden der Zeitmessung machen Wärmeleitung sichtbar, vergleichbar und begreifbar.